· comogastro Redaktion · Digitale Speisekarten · 8 Min. Lesezeit
QR-Code für die Speisekarte erstellen – Schritt für Schritt
Schritt für Schritt zur eigenen QR-Code-Speisekarte – von der Wahl des Systems bis zum fertigen Code am Tisch. Mit Checkliste, Praxistipps und häufigen Fehlern.

Viele Gastronomiebetriebe möchten ihre Speisekarte digital anbieten. Die größte Hürde ist dabei oft gar nicht die Technik, sondern die Frage: Wo fange ich an? Brauche ich eine App? Wie kommt der QR-Code auf den Tisch und wie bleiben Speisen, Preise oder Allergene später aktuell?
Die gute Nachricht: Eine QR-Code-Speisekarte lässt sich heute ohne Programmierkenntnisse umsetzen.
In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eine QR-Code-Speisekarte einrichten, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Sie bei der Auswahl der richtigen Lösung achten sollten.
Dieser Leitfaden zeigt den Weg von der Planung bis zum fertigen QR-Code und weist auf typische Fehler hin, die sich leicht vermeiden lassen.
Dieser Leitfaden basiert auf typischen Anforderungen kleiner Gastronomiebetriebe, die ihre Speisekarte erstmals digitalisieren möchten.
Wenn Sie die Einrichtung lieber ohne technischen Aufwand erledigen möchten, zeigt Ihnen unsere Seite zur QR-Code-Speisekarte, wie das mit comogastro.de funktioniert.
Kurz erklärt: Was ist eine QR-Code-Speisekarte?
Eine QR-Code-Speisekarte ist eine digitale Speisekarte, die Gäste direkt über die Kamera ihres Smartphones öffnen. Der QR-Code verweist auf eine Webseite mit Ihrer aktuellen Speise- und Getränkekarte. Änderungen an Preisen, Gerichten oder Allergenen werden sofort sichtbar, ohne dass neue Karten gedruckt werden müssen. Mehr zu den Grundlagen erklärt unsere Übersicht zur digitalen Speisekarte.
In fünf Schritten zur QR-Code-Speisekarte
System wählen
Gastro-Software, QR-Generator oder eigene Website.
Speisekarte anlegen
Gerichte, Preise, Allergene und Zusatzstoffe erfassen.
QR-Code generieren
Automatisch im System oder über einen Generator.
QR-Code testen
Auf mehreren Smartphones auf Lesbarkeit prüfen.
Platzieren & kommunizieren
Am Tisch, Eingang oder Tresen gut sichtbar aufstellen.
Schritt 1: Das richtige System wählen
Bevor ein QR-Code erstellt werden kann, brauchen Sie ein System, in dem Ihre Speisekarte gepflegt wird. Es gibt grundsätzlich drei Varianten:
Variante A: Spezialisierte Gastro-Software
Spezialisierte Softwarelösungen für Gastronomiebetriebe sind auf die Anforderungen des gastronomischen Alltags ausgelegt. Häufig bieten sie folgende Funktionen:
- Eingabemaske für Gerichte, Preise und Allergene
- Automatisch generierten QR-Code
- Sofortige Aktualisierung der Speisekarte ohne technisches Wissen
- Optionale Module wie Vorbestellungen oder Reservierungen
Geeignet für: Betriebe, die langfristig eine zuverlässige Lösung suchen und Wert auf einfache Bedienung legen.
Variante B: QR-Code-Generator mit PDF oder Webseite
Einfache Online-Tools erlauben es, einen QR-Code zu erstellen, der auf eine beliebige URL oder ein PDF verweist. Kostengünstig, aber mit Nachteilen:
- Speisekarte muss als PDF neu hochgeladen werden bei jeder Änderung
- Schlechte Darstellung auf mobilen Geräten (PDFs sind nicht responsiv)
- Keine Allergenkennzeichnung pro Gericht möglich
Geeignet für: Testphasen oder sehr einfache Anwendungsfälle ohne häufige Änderungen.
Variante C: Eigene Webseite mit QR-Code
Technisch versierte Betriebe oder solche mit einer eigenen Website können die Speisekarte direkt auf der Website pflegen und einen QR-Code auf diese Seite erstellen. Vorteil: volle Kontrolle. Nachteil: Pflegeaufwand liegt komplett beim Betrieb selbst.
Geeignet für: Betriebe mit eigenem Webmaster oder technischem Know-how.
Schritt 2: Speisekarte digital anlegen
Sobald das System ausgewählt ist, wird die Speisekarte digital erfasst. Das klingt aufwändiger als es ist. In der Regel genügen folgende Informationen pro Gericht:
| Feld | Beispiel | Pflicht? |
|---|---|---|
| Bezeichnung | Margherita | Ja |
| Preis | 9,50 € | Ja |
| Beschreibung | Tomatensoße, Mozzarella, Basilikum | Optional |
| Kategorie | Pizza | Empfohlen |
| Allergene | Gluten, Milch | Gesetzlich vorgeschrieben |
| Zusatzstoffe | Enthält Konservierungsstoffe | Gesetzlich vorgeschrieben |
Hinweis zur Kennzeichnungspflicht: Die Angabe von Allergenen ist in Deutschland für alle Gastronomiebetriebe verpflichtend – unabhängig davon, ob die Speisekarte gedruckt oder digital ist. Eine digitale Lösung erleichtert die Pflege erheblich, weil Allergene zentral hinterlegt und mit jedem Gericht verknüpft werden. Mehr dazu auf unserer Seite zu Allergenen & Zusatzstoffen.
Praktischer Tipp: Übertragen Sie zuerst Ihre meistverkauften Gerichte und ergänzen Sie die Karte anschließend. So ist das System schnell produktiv, ohne dass alles auf einmal erfasst werden muss.
Schritt 3: QR-Code generieren
In spezialisierten Systemen wird der QR-Code automatisch erstellt, sobald die Speisekarte angelegt ist. Bei einfachen QR-Code-Generatoren gehen Sie so vor:
- Öffnen Sie einen beliebigen QR-Code-Generator oder nutzen Sie die QR-Code-Funktion Ihrer Speisekarten-Software.
- Wählen Sie den Typ „URL” oder „Website”
- Geben Sie die URL Ihrer digitalen Speisekarte ein
- Passen Sie optional Farbe und Design an Ihre Corporate Identity an
- Laden Sie den QR-Code als PNG oder SVG herunter (Auflösung mindestens 300 dpi für den Druck)
Wichtig: Verwenden Sie keinen dynamischen QR-Code von einem Drittanbieter, wenn Sie die Ziel-URL später ändern wollen – prüfen Sie, ob der Anbieter das Tracking aktiviert hat und ob es Kosten für dynamische Codes gibt.
Schritt 4: QR-Code testen
Bevor der QR-Code am Tisch platziert wird, gründlich testen:
- QR-Code mit mindestens zwei verschiedenen Smartphones scannen (iOS und Android)
- Öffnet sich die richtige Seite?
- Ist die Speisekarte vollständig und aktuell?
- Lädt die Seite auch bei schwachem WLAN schnell?
- Ist die Darstellung auf dem Smartphone gut lesbar (Schriftgröße, Abstände)?
- Sind alle Preise und Allergene korrekt?
Schritt 5: QR-Code platzieren und kommunizieren
Ein QR-Code bringt nichts, wenn ihn niemand scannt. Überlegen Sie, wo und wie Sie ihn platzieren:
Standorte im Betrieb
| Ort | Vorteil |
|---|---|
| Tischaufsteller | Direkt sichtbar beim Platz nehmen |
| Eingangsbereich | Erste Orientierung noch vor dem Setzen |
| Theke oder Kasse | Gut bei Take-away oder Selbstbedienung |
| Schaufenster | Sichtbar auch von außen |
Kommunikation gegenüber Gästen
Viele Gäste sind mit QR-Code-Speisekarten vertraut, manche noch nicht. Eine kurze Erläuterung hilft:
“Unsere Speisekarte finden Sie digital – einfach den QR-Code am Tisch scannen.”
Optional kann zusätzlich ein Aushang am Eingang oder eine kurze Erklärung auf dem Tischaufsteller ergänzt werden.
Praxistipps für den Alltag
Kleine Details entscheiden oft darüber, ob Gäste den QR-Code tatsächlich nutzen:
- Kontrollieren Sie den QR-Code regelmäßig mit einem Smartphone.
- Tauschen Sie beschädigte oder verschmutzte Tischaufsteller rechtzeitig aus.
- Vermeiden Sie starke Spiegelungen auf glänzenden Oberflächen.
- Nutzen Sie möglichst kurze und dauerhafte URLs.
- Aktualisieren Sie saisonale Gerichte und Tagesangebote sofort, damit gedruckte und digitale Speisekarte immer übereinstimmen.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: QR-Code zu klein gedruckt
QR-Codes müssen eine Mindestgröße haben, um zuverlässig gescannt zu werden. Empfehlung: mindestens 3 × 3 cm im Druck. Besser 5 × 5 cm für Tischaufsteller.
Fehler 2: Schlechter Kontrast
Ein heller QR-Code auf hellem Hintergrund funktioniert nicht. Halten Sie sich an dunkler Code auf hellem Hintergrund oder überprüfen Sie den Kontrast vor dem Druck.
Fehler 3: QR-Code führt auf eine nicht mobiloptimierte Seite
PDFs, Desktop-Webseiten oder schlecht formatierte Seiten sind auf dem Smartphone kaum nutzbar. Achten Sie darauf, dass die Zielseite speziell für mobile Endgeräte optimiert ist.
Fehler 4: Keine Aktualisierung der digitalen Speisekarte
Wenn die gedruckte Karte gelegentlich aktualisiert wird, die digitale Version aber nicht, entsteht Verwirrung bei Gästen. Planen Sie feste Zeitpunkte für die Aktualisierung – oder nutzen Sie ein System, das sofortige Änderungen ermöglicht.
Idealerweise gibt es nur noch eine zentrale Version Ihrer Speisekarte. Änderungen werden dort einmal vorgenommen und sind anschließend sofort für alle Gäste sichtbar.
Fehler 5: Kein Fallback für Gäste ohne Smartphone
Nicht alle Gäste haben ein Smartphone oder möchten dieses nutzen. Halten Sie für diese Fälle eine gedruckte Karte bereit – auch wenn sie seltener genutzt wird.
Checkliste: QR-Code-Speisekarte einrichten
- System ausgewählt (Gastro-Software, Generator oder Website)
- Speisekarte mit Gerichten, Preisen und Allergenen erfasst
- QR-Code generiert und heruntergeladen
- QR-Code mit verschiedenen Geräten getestet
- Tischaufsteller oder Druckmaterial vorbereitet
- QR-Code mindestens 3 × 3 cm gedruckt
- Gäste auf die digitale Speisekarte hingewiesen
- Aktualisierungsprozess festgelegt
Wie oft muss die Speisekarte aktualisiert werden?
Das hängt vom Betrieb ab. Betriebe mit täglich wechselnden Tagesgerichten müssen ihre digitale Karte täglich pflegen. Betriebe mit stabilem Angebot können Aktualisierungen auf Preisänderungen oder saisonale Anpassungen beschränken.
Der Vorteil der digitalen Speisekarte: Änderungen sind in wenigen Minuten erledigt – ohne Neudruckkosten, ohne Vorlaufzeit.
Fazit
Eine QR-Code-Speisekarte zu erstellen ist kein technisches Großprojekt. Mit dem richtigen System ist die Einrichtung in wenigen Stunden erledigt – auch ohne IT-Kenntnisse. Der größte Aufwand liegt in der einmaligen Erfassung der Speisekarte. Danach reduziert sich der Pflegeaufwand auf gelegentliche Aktualisierungen.
Entscheidend ist, ein System zu wählen, das zum Betrieb passt: einfach in der Bedienung, zuverlässig im Betrieb, und mit der Möglichkeit, Allergene korrekt zu hinterlegen.
Sie möchten Ihre Speisekarte nicht nur digital bereitstellen, sondern dauerhaft einfach verwalten? Dann erfahren Sie auf unserer Seite zur QR-Code-Speisekarte, wie comogastro.de Sie vom ersten QR-Code bis zur täglichen Pflege Ihrer Speisekarte unterstützt. Oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie gerne persönlich.
Bereit für Ihre digitale Speisekarte?
Wir begleiten kleine Gastronomiebetriebe vom ersten QR-Code bis zur täglichen Pflege der Speisekarte.
Häufige Fragen
Kann ich einen QR-Code für meine Speisekarte kostenlos erstellen? Ja. Es gibt kostenlose QR-Code-Generatoren, die einen einfachen statischen Code erstellen. Für dynamische Codes – bei denen die Ziel-URL später geändert werden kann, ohne den Code neu zu drucken – verlangen viele Anbieter eine monatliche Gebühr. Spezialisierte Gastro-Systeme beinhalten die QR-Code-Funktion in der Regel im Gesamtpaket.
Muss ich den QR-Code neu drucken, wenn sich die Speisekarte ändert? Nein – sofern Sie ein System verwenden, bei dem sich nur der Inhalt der Speisekarte ändert, nicht die URL. Der QR-Code verweist auf eine feste Adresse; der Inhalt dahinter kann jederzeit aktualisiert werden.
Wie groß muss der QR-Code sein? Für Tischaufsteller empfehlen sich mindestens 3 × 3 cm, besser 5 × 5 cm. Für Aushänge im Schaufenster oder am Eingang entsprechend größer, damit der Code auch aus etwas Entfernung erkannt wird.
Funktioniert der QR-Code ohne WLAN im Restaurant? Die Speisekarte ist eine Webseite und benötigt eine Internetverbindung. Über das Mobilfunknetz des Gastes funktioniert der Zugriff ohne WLAN. Wer seinen Gästen ein besseres Erlebnis bieten möchte, stellt ergänzend ein Gäste-WLAN bereit.
Brauchen Gäste eine App zum Scannen des QR-Codes? Nein. Moderne Smartphones (iOS und Android) können QR-Codes direkt mit der integrierten Kamera-App scannen, ohne eine zusätzliche App zu installieren.
Kann ich mehrere QR-Codes für dieselbe Speisekarte verwenden? Ja. Sie können denselben Link beliebig oft als QR-Code ausgeben und beispielsweise auf Tischaufstellern, Speisekarten, Flyern oder im Schaufenster verwenden.
Kann ich meine Speisekarte mehrsprachig anbieten? Ja. Viele moderne Systeme unterstützen mehrere Sprachversionen. Gäste können die gewünschte Sprache direkt auswählen, ohne einen anderen QR-Code scannen zu müssen.
Was passiert, wenn ein Gast kein Smartphone hat? Eine gedruckte Speisekarte als Fallback ist empfehlenswert. Die digitale Karte ergänzt das Angebot, sollte aber nicht die einzige Möglichkeit sein, die Speisekarte einzusehen.




